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MVR-Walzenschüsselmühle zur Mahlung von Zement und MPS-Walzenschüsselmühle zur Mahlung von Petrolkoks

Zwei weitere Pfeiffer-Mühlen für Wonder Cement

Wonder Cement gehört zu einem in Udaipur/Indien ansässigem Familienunternehmen, welches neben vielfältigen Aktivitäten auch im Zementsektor tätig ist. Seit 2010 hat Gebr. Pfeiffer bereits fünf Vertikalmühlen zur Vermahlung von Zement, Rohmaterial und Petrolkoks ausgeliefert. Durch die guten Erfahrungen des Kunden mit den Pfeiffer-Produkten, entschied sich das Unternehmen nun zum Kauf von zwei weiteren Vertikalmühlen aus dem Hause Gebr. Pfeiffer.

Eine der bestellten Vertikalmühlen ist eine MVR 6000 C-6 zur Mahlung von Zement. Bisher waren hier Kombi-Mahlanlagen eines anderen Lieferanten im Einsatz. Neben dem besseren spez. Energieverbrauch der MVR-Mühle war ein weiterer wichtiger Entscheidungsfaktor für den Wechsel zum Pfeiffer-Mahlsystem, dass in der Vertikalmühle auch feuchte Aufgabegüter ganz problemlos während des Mahlprozesses gleich mit getrocknet werden können.

Diese positive Eigenschaft ist in Indien deshalb von so besonderer Bedeutung, da hier der Trend erkennbar ist, nicht nur trockene Flugasche aus den Kohlekraftwerken als Zuschlagstoff zu verwenden, sondern auch verstärkt gelagerte Flugasche. Durch die Lagerung im Freien, hat diese Flugasche eine sehr hohe Feuchte und müsste bei anderen Mahlprozessen in einem zusätzlichen Aggregat getrocknet werden.

Das Ingenieurteam des Kunden wurde durch das Beratungsunternehmen HOLTEC aus Gurgaon bei New Delhi unterstützt. Auch bei HOLTEC hatte man in der Vergangenheit äußerst positive Erfahrung mit Mühlen von Gebr. Pfeiffer bei anderen indischen Zementanlagenbetreibern gemacht, weshalb auch von seitens des Beraters ein Wechsel des Mahlsystems hin zur MVR-Mühle empfohlen wurde.

Die bestellte Mühle des Typs MVR 6000 C-6 wird mit einer Gesamtantriebsleistung von 5820 kW ausgestattet und identisch zu der MVR 6000 C-6 ausgeführt, welche gegenwärtig für den gleichen Kunden in Nardana im Bundesstaat Maharashtra montiert wird. Es sollen Mischzemente auf Feinheiten von bis zu 5 % R 45 µm vermahlen werden.

Die Mahlanlage wird so konzipiert sein, dass neben Hüttensand mit einer Zielfeinheit von ca. 4500 cm²/g nach Blaine auch Hüttensandmischzemente mit verschiedenen Anteilen an Hüttensand, an Flugasche und Gips und unterschiedlichen Produktfeinheiten produziert werden können.

Wichtig war dem Kunden, dass sowohl relativ heißer Klinker in der Mühle gemahlen werden kann und gleichzeitig die Zementtemperatur gesenkt werden kann als auch alternativ kalter Klinker von Halden verwendet werden kann.

Die Kernkomponenten wie das Spannsystem und die Mahlwalzen kommen von Gebr. Pfeiffer aus Deutschland. Auch die Mahlschüssel und die Getriebe für Mühle und Sichter werden aus Europa geliefert. Die Pfeiffer-Tochter Gebr. Pfeiffer (India) Pvt. Ltd. liefert die Gehäuseteile, die Fundamentteile und Stützen der Walzen sowie nahezu den gesamten Hochleistungssichter vom Typ SLS 5600 BC. Darüber hinaus liefert Gebr. Pfeiffer (India) Pvt. Ltd. auch das meiste Equipment für die Mahlanlage inklusive des Anlagenventilators.

Die Lieferung soll Anfang 2019 erfolgen.

Da Wonder Cement auch die Erweiterung seines Zementwerks in Tehsil Nimbahera im Distrikt Chittorgarh in Angriff nimmt, konnte für dieses Werk eine weitere Pfeiffer-Vertikalmühle in Auftrag genommen werden. In Tehsil Nimbahera soll der dritte Drehrohrofen mit einer Tageskapazität von ca. 8000 Tonnen mit Petrolkoks und/oder Kohle als Brennstoff betrieben werden. Für die Vermahlung des Brennstoffs liefert Gebr. Pfeiffer eine MPS-Mühle. Auch hier spielten die außerordentlich guten Erfahrungen und die Beratung durch HOLTEC eine wichtige Rolle.

Als Brennstoff für den Ofen wird man Petrolkoksstaub verwenden. Dieser wird in einer MPS 3070 BK mit einer Kapazität von 40 t/h auf eine Produktfeinheit von 2 % R 90 µm vermahlen werden. Da die Mühle mit einem SLS-BK-Hochleistungssichter der neuesten Generation ausgerüstet ist, kann sowohl Kohle als auch Petrolkoks in der Mühle vermahlen und mit Prozessgasen getrocknet und anschließend im integrierten Sichter klassiert werden. Wegen der hohen Abrasivität der indischen Kohle wird die Mühle mit einem entsprechend robusten Verschleißschutz ausgeführt werden.

Die meisten Komponenten der Kohlemühle werden von Gebr. Pfeiffer (India) Pvt. Ltd. dargestellt. So werden das Gehäuse und die Fundamentteile, die Mahlschüssel und ein Großteil der kraftübertragenden Teile in Indien gefertigt.

Die Inbetriebnahme der gesamten Ofenlinie mit der neuen Mahlanlage ist für Frühjahr 2019 geplant.